NACH OBEN
 zurück Junge schreit in Mirkofon
IDEENHAUS - Zukunft 13. Mai 2019 The Voice of Brands und warum sie zukünftig so wichtig ist.

Wie so oft ist es mit neuen Trends, Entwicklungen und Technologien so, dass es eine Anfangszeit gibt, in der nicht jeder gleich „Hurra" ruft und auf den Zug aufspringt. Da gibt es die Early Adopters, die gefühlt schon immer alles vorher wissen. Im Falle von Marken sind das Unternehmenskulturen, die einfach besser auf Neuigkeiten reagieren und damit schneller anpassungsfähig sind. Und es ist richtig. Man sollte nicht zu lange warten, beobachten oder gar abtun.

Mehr als ein Content Instrument

So auch mit einem relativ „neuen" Markenkontaktpunkt, der sogenannten „Voice", die Stimme einer Marke oder eines Unternehmens. Podcasts zum Beispiel gehören mittlerweile schon zu den aktuellen Portfolios von vielen Marken. „Gehörtes" ist wieder angesagt. Bildschirmzeit ist sowieso ausreichend vorhanden. Und mit dieser neuen Möglichkeit lässt sich ein Markenspektrum thematisch anschaulich bespielen und bestenfalls relevanter Content kreieren und erweitern. Doch die Voice Strategie ist noch mehr als ein Content-Instrument. Es ist ein potentielles Abverkaufsinstrument.

Hier kommen Smart Speaker mit integrierter Alexa oder Google Home und Voice Assistants wie Siri ins Spiel.

Sie sind schon längst aus vielen Wohnzimmern und Alltagen nicht mehr wegzudenken und ihre Verbreitung wächst rasant. Allein in den USA ist der Verkauf von Smart Speakern von 2018 auf 2019 um 40% gestiegen. Doch das liegt nicht allein am Early Adopter-US-Markt. Die Ausbreitung von Voice allgemein, also auch in Kombination mit einem Screen, wächst rasant ohne Anzeichen auf eine baldige Verlangsamung.

Unterstützung im Alltag

Gleichzeitig gilt sie als Anfang des maschinenbasierten Lernens und der künstlichen Intelligenz. Für Senioren, die von Parkinson oder Isolation betroffen sind, sind Voicetechnologien bereits eine probate Unterstützung im Alltag. Sie können aber auch für viele andere Branchen von großer Wichtigkeit sein. Denn sie kreieren ein persönliches Erlebnis und bergen die Möglichkeit unmittelbar mit den Kunden in Kontakt zu treten.

Es ist in etwa so wie mit dem World Wide Web in den 90ern. Voice ist ein neues großes unbespieltes Feld mit viel Potenzial und Möglichkeiten.

Je weiter sich das Konzept entwickeln wird, desto mehr kann aus einem reaktiven Medium ein proaktives werden mit vielen Chancen. Wichtig ist es für Marken, den Anschluss hieran nicht zu verlieren und die Chancen und Möglichkeiten bereits jetzt auszuloten, um rechtzeitig eine geeignete Version der Voice für sich zu nutzen. Denn ansonsten kann es zu vielen Nachteilen kommen. Laut eines Forbes Berichts werden große Verlage über 2019 hinweg 17 Millionen Dollar Verlust einfahren, nur alleine dadurch, dass Fehler im Voice Marketing bestehen.

Aufrüttelnde Zahlen, die auch für andere Branchen entstehen können und so müssen Marken sich unbedingt mit dem Thema auseinandersetzen so lange das Feld des Voice-gestützten Kaufens noch recht neu und unbesetzt ist. Denn irgendwann, so die Prognosen, wird jedes Unternehmen eine Voice-Präsenz besitzen, so wie jedes Unternehmen einen Webauftritt unterhält. Na wenn das mal kein Anreiz ist.