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IDEENHAUS - Digital Detox 08. Juli 2019 Der Sommertrend - Gönn dir eine Pause!

Schon mal probiert, ein paar Tage ohne Instagram, Twitter, Facebook oder Snapchat? Wie wäre ein Selbstversuch im Sommerurlaub?

Stress Pur

3,25 Stunden verbringen wir im Schnitt pro Tag am Smartphone. Die sozialen Medien sind dabei der Hotspot. Posten, suchen, schauen, liken – die Lieblingsbeschäftigung der Deutschen. Es gilt, die 95 Millionen Bilder zu durchwühlen, die täglich auf Instagram gepostet werden. Und auch die 300 Stunden Film, die pro Minute auf YouTube hochgeladen werden, wollen angesehen werden.

Doch der Dauerbeschuss aus Bildern und Informationen stresst.

Der Begriff Digital Detox poppt in den Medien immer häufiger auf und kratzt an unserer Wahrnehmungsschwelle.

30 Tage Challenge - Easy

Wer nicht den ganz radikalen Weg der Totalabstinenz gehen möchte, kann es mit einem Social-Media-Sitter versuchen: Diesen bislang ungewöhnlichen Service bietet die Hotelkette Ibis in der Schweiz an. Hotelgäste übergeben ihr Smartphone samt Passwörtern an den Sitter. Die digital-freie Zeit kann man beliebig anderweitig nutzen, während die Follower weiterhin mit Fotos versorgt werden – gepostet vom Sitter. Wem das nicht genug ist, der sollte sich mit dem ersten Digital Detox Camp beschäftigen. Hilflose Eltern finden hier einen Kurort für ihre digital-infizierten Kinder. Aber auch Erwachsene selbst hoffen auf Besserung in den Camps. Die angebotene 30-Tage-Challenge lehrt beispielsweise einen gesunden Umgang mit dem Smartphone.

Eine digitale App für den Digital Detox ...

Doch guter Rat muss nicht teuer sein. iPhone-Besitzer bekommen mit der Funktion Screen Time kostenlos ihre Nutzungsverhalten grafisch präsentiert. Der Anblick von 4 Stunden Instagram am Tag versetzt manchen User ins Grübeln.

Die App-Anbieter versprechen digitale Entschlackung und der Markt boomt.

Randbemerkung: Die Ironie einer App für das Digital Detox erkennen die Wenigsten.

Achtung: Du könntest dein Leben genießen!

Wer Geld sparen und seine Willenskraft erproben will, geht auf totalen Digital-Entzug. Die Mutigen wagen das in ihrem Sommerurlaub. Keine Fotos aus dem Urlaub zu posten, birgt aber die Gefahr von mehr sozialer Interaktion mit den Reisegefährten und einem filterfreien Eindruck der Sandstrandkulisse.