NACH OBEN
 zurück Barbie in rosa Kleid
IDEENHAUS - graturliert! 09. März 2019 Happy birthday, Barbie!

Ihr 60. Geburtstag ist Anlass genug, um der Puppe und Markenikone aus dem Hause Mattel, die angeblich einen Bekanntheitsgrad von 100% hat, ein paar Zeilen zu widmen.

Am 9. März 1959 wurde sie auf der American Toy Fair in New York erstmals präsentiert. Die langbeinige Puppe hat in den sechs Jahrzenten ihrer Existenz eine selbstähnliche Weiterentwicklung durchlaufen und ist trotz aller Kritik und so mancher Umsatzdelle noch immer eine erfolgreiche Marke.

In den Versionen blond und brünett gab es die ersten Barbies. Bereits 1967 wurden Adaptionen durchgeführt: Die Lippen waren leicht geöffnet und aufgemalte Wimpern verliehen ihr einen etwas mädchenhafteren Look. Natürlich konnte das Thema Diversität nicht ignoriert werden. Deshalb sind seit 1980 Barbies in hispanischen und afroamerikanischen Versionen auf dem Markt.Der Blog von zwenter.com hat chronologisch dokumentiert, wie sich die Puppe mit den langen Beinen, den großen Brüsten und der Wespentaille über die Jahre entwickelt hat.

Auch das Logo hat immer wieder Facelifts erhalten. Konsequent wurde jedoch die Markenfarbe Pink im Schriftzug eingesetzt, der über die Jahre immer mal wieder eine kleine Auffrischung erlebte, meist jedoch dezent und selbstähnlich.

Kurvige Barbie landet auf Times Magazine Cover

Die kritischen Stimmen, die in Barbie ein sexistisches und realitätsfernes Frauenbild sehen, das Mädchen zur Bulimie bringt, sind nie verstummt. Deshalb gab es immer wieder Barbie Modelle, die demonstrierten, dass Frauen tatsächlich einen Job ausüben können. 1961 war es die Krankenschwester, anlässlich der ersten Mondlandung gab es 1965 Barbie als Astronautin und 2016 wurde die Barbie-Präsidentin lanciert.

Wissenschaftler machten einen interessanten Test: Die Körpermaße der berühmten Puppe wurden auf einen Menschen umgerechnet und übertragen. Ihr Fazit: ein menschliches Wesen mit Barbies Maßen wäre nicht lebensfähig, denn die Organe hätten gar keinen Platz in solch einem Körper. Es wurde eine „realitätsnahe" Variante kreiert. Rumpf und Beine waren kürzer als im Original und die Hüften wurden etwas breiter. Es blieb beim Versuch, der 2003 startete und nur zwei Jahre dauerte. 2016 gab es einen neuen Anlauf. Mit der Serie „The Doll Evolves": Diese Barbies in klein, groß oder kurvig landeten sogar auf dem Cover des Time Magazine.

Mattel hat immer wieder Trends und gesellschaftliche Entwicklungen aufgegriffen, um Barbie neue Begehrlichkeit zu verleihen. So durften die Hello-Kitty-Kollektion, eine Barbie im Rollstuhl und T-Shirts von Charity-Organisationen nicht fehlen. Auch die altersmäßig aus der Kernzielgruppe herausgewachsenen Barbie-Fans finden noch immer Gründe, eine neue Puppe für die Sammlung zu kaufen. Für 150 Dollar gibt es beispielsweise die Yves-Saint-Laurent Edition.

Barbie ist hetero und multimedial

Seit 1961 war Barbie in Begleitung von Dauerfreund Ken. Die Trennung im Jahr 2004 wurde von Mattel groß inszeniert. Noch viel größer wurde die Wiedervereinigung 2011 zelebriert: Natürlich ist es der Valentinstag, an dem die beiden sich wiederfinden. Mattel ließ Ken damals in NYC auf Großplakatflächen seine Liebe erklären. How romantic!

Seit 2001 gibt es übrigens jedes Jahr einen Barbie Film und natürlich ist sie auf allen Social Media Kanälen aktiv. Mit 1,4 Millionen Followern auf Instagram und 14 Millionen Fans auf Facebook.

Millennial Eltern und Barbie - passt das?

Vermutlich ist Barbie nicht die erste Wahl von Millennial Eltern, die auch bei Kinderspielzeug nach dem „warum" und „woher" fragen. Sie werden wohl eher fündig bei Herstellern wie der Götz Puppenmanufaktur, die aktuell die erste phthalatfreie Spielpuppe auf den Markt gebracht hat. Wir sind hier seit vielen Jahren der beständige Partner bei der Weiterentwicklung der Marke Götz und der Vermarktung der Puppen. Wie erst zuletzt auf der Spielwarenmesse in Nürnberg!

Unbestritten jedoch ist: Barbie ist eine Markenikone. Das Produkt ist klar positioniert und es gab nur selten Exkursionen in Produktneuentwicklungen, die nicht zur Marke passen – oder zumindest sind diese nicht in Erinnerung geblieben. Kompliment für das Aufgreifen aktueller Trends aus Mode und Gesellschaft (ohne die echten Beweggründe zu kennen). Barbie ist sich immer treu geblieben, trotz mancher Bauchlandung. Ganz nach dem Motto: Aufstehen und Krönchen richten.

Also: Happy birthday, Barbie!