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IDEENHAUS - Trends 10. Februar 2020 "Alexa, wie viel ist 1+1?"

Klein, smart und immer eine passende Antwort auf Lager. So schafft es der intelligente Sprachassistent von Amazon in mehr und mehr Haushalte der Deutschen.

Sei es die Frage nach dem Wetter, der Uhrzeit oder nach komplexeren Zusammenhängen - Alexa kennt die Antwort.

Wie das Ganze funktioniert:

Durch eingebaute Mikrofone und Lautsprecher kann Alexa alle Gespräche mithören und aufzeichnen, wodurch sie durch den Codename "Alexa" direkt mit dem User in Kontakt tritt.
Durch bestimmte Algorithmen schafft sie es sogar, sich immer besser an ihn und den Alltag anzupassen und kann auf seine Persönlichkeit abgestimmte Antworten liefern.

Sie wird geradezu Teil der Familie, Deine beste Freundin und Ratgeber, die Du alles fragen und der Du alles anvertrauen kannst.
Auch nach einem harten Arbeitstag empfängt sie Dich wärmst oder spricht Dir in Krisen-Situationen gut zu.

Wunschvorstellung! Doch gibt es auch Kritik?

Die gibt es. Aber den meisten Konsumenten sind die Schattenseiten solcher Sprachassistenten einfach nicht bewusst oder im schlimmsten Falle gleichgültig. Wer will auch keine beste Freundin, die immer die richtige Antwort parat hat und die man im Zweifel auch einmal stummschalten kann?

Voice assistant next to Pasta in a shelf
Nunja, vielleicht diejenigen, die sich dessen bewusst sind, dass Alexa nicht nur dann zuhört wenn man es möchte. Sie hat einfach IMMER ein offenes Ohr für dich. Das ist zwar nichts Neues, denn nichts anderes leisten Sprachassistenten wie Siri und Google Now. Die Frage ist einfach, was mit den Daten geschieht. Wie werden sie genutzt? Hierzu gibt es wenig Transparenz.


"Man kann Alexa ja auch ausschalten oder übertönen" - Nein!


Selbst bei enorm lauter Musik filtert sie Deine Stimme heraus & versucht für Dich da zu sein.
Die einzige Möglichkeit, Alexa stumm zu schalten, funktioniert durch ein Vakuum, aber dies ist mit ziemlich viel Aufwand verbunden.

Ist eine Alexa also wirklich notwendig?

Alexa liefert Dir zwar (fast) immer eine passende Antwort. Die meisten Fragen können aber natürlich auch in Eigenregie mit den "klassischen" Suchtools beantwortet werden.
Und ein Rat einer realen besten Freundin ist mit Sicherheit mehr Wert als der einer programmierten Computer-Stimme, die lediglich auf Trigger reagiert und die wahrscheinlichste Antwort gibt. Denn nichts anderes macht Alexa. Sie ist nämlich nicht empathisch. Sie berechnet einfach mit Hilfe von Millionen von Datensätzen, welche Antwort zur Frage passt.

Was bedeutet das für Marken?

Jetzt wird es natürlich total spannend in der Markenführung. Wie schaffen wir es, dass unsere Marke zur wahrscheinlichsten Antwort wird? Gute Platzierungen in der organischen Suche sind mit Sicherheit förderlich. Da aber Amazon einer der großen Player im Bereich der künstlichen Intelligenz ist, spielt die Listung auf der Plattform aber vermutlich auch eine Rolle. Ein Schelm, wer Böses denkt. Generell gewinnen Optimierung der Auffindbarkeit der eigenen Marke und das Voice Branding gerade durch Sprach-Assistenten enorm an Bedeutung. Wir sind gespannt, wohin der Weg uns führt.

Bildquellen: Kolar.io & Jonas Leupe auf Unsplash