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Clean eating

Clean eating

03.08.2020

Esst doch, was ihr wollt!

Trends sind toll. Sie geben immer neue Inspiration und durch Veränderung bleiben wir in Bewegung – körperlich und geistig. Natürlich interessieren wir uns im IDEENHAUS für Trends und das nicht nur gezwungenermaßen. Beim Essen ist das aber manchmal so eine Sache ...


"Genieße das Leben - es ist das Einzige, das du hast" oder "enjoy the little things"?


Beide Trends sind gerade sehr aktuell und müssen sich auch nicht grundlegend widersprechen. Der Idealfall ist doch eine Kombination mit dem Besten aus beiden Welten:



Ein Leben, das wir genießen und in dem wir auf nichts verzichten müssen.



Vor all den aktuellen Ernährungstrends sollte nämlich eigentlich das intuitive Essen viel mehr gehypt werden. Unser Körper weiß naturgemäß ziemlich genau, was er braucht und was ihm guttut. Wir haben nur verlernt, das zu spüren. Also quälen wir uns mit Diäten oder Protein-Shakes, kaufen für viel Geld Superfood vom anderen Ende der Welt oder irgendwelche Urzeitkörner und bereiten uns daraus vegane Paleo-Rohkost-Gerichte.



Doch es könnte alles so einfach sein!


Warum hören wir nicht einfach in uns rein? Ruft unser Körper wirklich nach Grünkohl-Rote Bete Salat ohne Dressing? Wir stellen mal eine ganz gewagte These auf und sagen: Allzu oft ist das nicht der Fall. Aber genauso sollten wir fragen, ob wir gerade wirklich so viel Energie brauchen, dass wir einen ganzen Schokoriegel essen müssen? Lautet die Antwort: „Nein, aber es würde mir jetzt gerade echt gute Laune machen!"? Ja, warum dann nicht das Leben genießen und ohne schlechtes Gewissen in den Riegel beißen? Weil wir wissen, dass es uns jetzt gerade guttut - "Self-care" eben.
Und weil wahrscheinlich zwei Bissen vorerst genug sind (sind wir mal ehrlich), dann legen wir den Rest weg – für schlechte Zeiten quasi.


But first: Sättigungsgefühl wiederherstellen


Wenn wir lernen unsere Gelüste und unseren Appetit zu verstehen, dann brauchen wir keine App mehr, die uns jeden Tag sagt, was wir zu welcher Tageszeit essen dürfen und wie viel davon.
Das ist aber nicht so einfach und braucht Übung. Einiges, was wir teilweise in der Kindheit schon gelernt haben, gewöhnen wir uns nicht so schnell wieder ab. Ob wir unsere Portion aufessen oder nicht, hat keinen Einfluss auf das Wetter oder die Ernährung armer Kinder in Afrika. Wir sind ja erwachsen und wissen das mittlerweile, dennoch ist es für viele einfach ein komisches Gefühl etwas übrig zu lassen.
Sollte es aber nicht. Es ist auch nicht verschwenderisch. In den meisten Fällen können wir die Reste einfach aufheben und wann anders essen. Falls es nicht mehr für eine ganze Mahlzeit reicht, werden wir eben kreativ. Aus einem "Reste-Essen" sind schon die leckersten Gerichte entstanden.



Nehmen wir uns Zeit für uns selbst und unsere Ernährung. Ganz bewusst zu essen, das ist "Self-care" und "healthy living" in Kombination.
Wenn wir in Ruhe essen und nicht zwischen zwei Terminen oder nebenher am Schreibtisch, werden wir auch satt, wenn der Körper genug hat.


Bildquelle: Brooke Lark und LYFE Fuel auf Unsplash