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Sneakers: Suchtpotential ohne Limit

Sneakers: Suchtpotential ohne Limit

22.08.2019

Unvorstellbare 427.500 $ wurden dieser Tage bei einer Auktion von Sotheby´s bezahlt – für ein paar Sportschuhe!


So manchem „normalen" Freak, der den aktuellen Sondereditionen von Adidas oder Nike hinterherhechelt, geht dabei auf, dass es wohl noch eine andere Dimension gibt...


Die Sneaker-Maniacs sind auf Blogs wie deadstock oder overkill unterwegs, um keinen relevanten Release-Termin zu verpassen. Schaut man auf Hypebeast.com entsteht der Eindruck, dass stündlich neue Special Editions auf den Markt kommen.



Adidas Yeezy Boosts im Zebra-Look oder ein Klassiker wie der Jordan 1 aus dem Jahr 1985 oder Nike Air Max 90 in der Dizzee Rascal Edition heißen die Traum(Schuh)paare. Durch die Kooperation von Supreme mit Louis Vuitton wehte auch in der Luxusbranche der Spirit der Sneaker-Mania für eine Weile.


Was macht die Faszination


dieser bunten Fußbekleidung aus? 


Es ist das ikonische Design, die limitierte Stückzahl und oftmals die Story und Reputation des Namenslieferanten. Bei einigen Modellen wird beeindruckend eng „entlang des Ur-Modells" designt, also immer in feinen Variationen ohne zu stark vom Original abzuweichen.


Selbstähnlich nennen das die Designer von IDEENHAUS. Ein Beispiel dafür ist der ewige Klassiker mit ungebrochener Attraktivität: Jordan 1 – benannt nach dem legendären Basketball Spieler Michael Jordan. Ursprünglich für 64,99 $ erhältlich, kostet das Modell aus dem Jahr 1985 nun unglaubliche 13.000 $. Oft getragen wurde dieses Paar vermutlich nicht...


Leidenschaft, die Leiden schafft


Nicht nur für ein Handy stehen Fans Schlange. In Hamburg war eine Sonderedition von Nike so anziehend, dass die Freaks drei Tage vor dem neuen Store campierten. Wie in vielen Communities mit süchtigen Fans, gibt es auch hier einen aktiven und gut organisierten Graumarkt im Netz, der die Preise anheizt. Reseller bieten die Schuhe mit teilweise stattlichen Aufpreisen an.



Und natürlich ist der Markt voller Fälschungen. Hierdurch ist ein neues Geschäftsmodell entstanden, bei dem die Junior Sneaker Specialists ihre Expertise anbieten, um das Schuhwerk auf seine Echtheit zu überprüfen. Plattformen wie pluggi versprechen so einen sicheren Kauf.


Neben den big Playern wie adidas und Nike sind auch Klassiker wie Onitsuka Tiger, Puma oder Converse im Spiel. Die Magie mancher Marke ist Schwankungen unterlegen, doch eine sichere Bank ist definitiv Jordan. Im Sneaker-Mekka USA kam es zu bewaffneten Überfällen auf Passanten, um deren Jordans zu erbeuten. Die Berliner Morgenpost informiert über Sneaker als Investitionsprodukt.


Das unglaubliche sechsstellige Auktionsergebnis lieferte


übrigens ein Paar Nike Moon Shoes aus dem Jahr 1972.


Diese Schuhe für Rennläufer wurden anläßlich der Olympischen Spiele 1972 designt und es wurden nur 12 Paar produziert. Und genau dieses eine Paar wurde nie getragen. So geht Story Telling!


Sky is the limit gilt beim Sneaker-Hype. Und selbst der lässt sich mit den Jeremy Scott Wings von Adidas erreichen.